Breakoutsessions zur Gruppenarbeit

  • Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde für den hervorgehobenen Teil des folgenden Zitats ein eigener Thread erstellt.


  • Hallo,


    aus der intensiven wöchentlichen Aufgabenbearbeitung im Webmeeting mit einer Schulklasse (im vergangenen Schuljahr) haben sich im Wesentlichen 2 Anforderungen zur Unterrichtserweiterung (bei der Bearbeitung von Übungsaufgaben) herauskristallisiert:

    Anforderung 1 / Arbeitsgruppenräume während des Webmeetings mit der gesamten Klasse


    Aufgabenbearbeitung in Arbeitsgruppen ähnlich der Arbeitsweise im normalen Unterricht. Wir haben dies noch nicht getestet, wollen jedoch im kommenden Schuljahr zusammen mit den Schülern von Beginn an darauf hin arbeiten. Zunächst könnten die Gruppen für eine definierte Zeit (z.B. 15 min.) allein arbeiten um dann ihre jeweiligen Lösungen bzw. Lösungsansätze im Meeting zur Diskussion zu präsentieren. Inwieweit wir die Klasse hierbei "zusammenhalten" können wird sich erst zeigen. Aus meiner Sicht erfordert diese Arbeitsweise jedenfalls eine entsprechend hohe Konzentration sowie eigenverantwortliches Arbeiten bei allen Schülern. Die Lösungswege müssen entsprechend beleuchtet und bei etwaigen Fehlern nachvollziehbar korrigiert werden. Falls jemand hiermit schon Erfahrung hat wäre ich für eine entsprechende Rückmeldung sehr dankbar.


    Ich bin gespannt, wie das dann funktioniert und wir werden sicher die ersten diesbezüglich gestalteten Meetings entsprechend nachbearbeiten müssen. Im Moment habe ich eher das Gefühl, dass es schwierig werden wird, Kontakt zu den Gruppen zu halten. Vielleicht ist es auch sinnvoll, mit den Schülern für den Fall von technischen oder auch organisatorischen Problemen eine Kontaktierung mittels Email zu besprechen um ggf. noch während des Meetings reagieren zu können.


    Anforderung 2 / Schüler können auch außerhalb des wöchentlichen Meetings mit freier Gruppen - und Zeiteinteilung zusammenarbeiten


    Diese Anregung kommt direkt von den Schülern. Die Vorstellung wäre, dass sich einzelne Schüler bei Bedarf auch außerhalb der regelmäßigen Termine für die Unterrichtsnachbearbeitung und zur Aufgabenbesprechung im Meetingraum treffen können. Also im Prinzip auch hier vergleichbar mit Arbeitsgruppen, die sich sonst z.B. bei einem Schüler oder auch an einem neutralen Ort treffen. Das ganze würde dann ohne Veranstalter (Lehrer) stattfinden.


    Aktuell habe ich keine Vorstellung, ob eine derartige Variante überhaupt möglich ist und es stellt sich hier auch die Frage, in welchem organisatorischen Rahmen diese "Treffen" sinnvoll durchführbar sind.


    Richard M ;)

  • Hallo Richard,


    bei der Arbeit in Webinaren lernt man nie aus... Persönlich habe ich noch keine Gruppenarbeit in Adobe Connect gehabt. Eine ausführliche Beschreibung findest du aber hier:
    http://help.adobe.com/de_DE/co…4f9e12b308681ed-8000.html 
    Du kannst als Veranstalter eine Nachricht in alle Gruppen senden, z.B. um anzukündigen, dass die Zeit gleich vorbei ist. Außerdem kannst du in die einzelnen Gruppen gehen und z.B. per Chat kommunizieren. Das geht dann aber nur innerhalb der Gruppe. Umgekehrt können die Teilnehmer auch fragen an "alle Veranstalter" richten. So sollte die Kommunikation eigentlich ganz gut funktionieren.


    Zu der zweiten Frage: es ist je nach deiner Lizenzkonfiguration möglich auch deinen Schülern Veranstalter-Rechte zu geben. Am einfachsten ist das möglich mit den "Concurrent Usern" - hier ist in der Lizenz geregelt, wie viele Personen gleichzeitig in Connect online sein dürfen, dafür können aber unbegrenzt viele Veranstlater eingetragen werden. Bei der Variante "Named Host" brauchst du für jeden eingetragenen Veranstalter eine eigene Lizenz. Wenn Schüler als Veranstalter eingetragen sind, können Sie selber Webinare/Meetings eröffnen. (Ich nehme an du hast keine Seminarräume). Eine Übersicht über Lizenzvarianten findest du hier: http://thewald-kommunikation.d…Connect_Lizenzmodelle.pdf


    Ich freue mich auf deinen Erfahrungsbericht ;-)
    Schönen Gruß
    Eva

  • "Anforderung 1 / Arbeitsgruppenräume während des Webmeetings mit der gesamten Klasse"


    In diesem Szenario ist es sicherlich sinnvoll, für jeden Breakout-Room einen verantwortlichen Schüler zu benennen. Dieser kann dann innerhalb des Raumes die Schriftführung/Moderation übernehmen. Der Veranstalter/Lehrer kann, wie bereits von Frau Weigell erwähnt, dann zwischendurch die Räume wechseln und die Diskussion still oder Hilfestellung-gebend verfolgen.


    Ein vorgefertigtes Formular bzw. ein vorgegebener Prozess zur Ergebnisdokumentation würde für die Schüler als Leitfaden evtl. auch helfen.


    "Anforderung 2 / Schüler können auch außerhalb des wöchentlichen Meetings mit freier Gruppen - und Zeiteinteilung zusammenarbeiten"


    Vielleicht kannst du uns hier kurz sagen, welches Lizenzmodell derzeit verwendet wird. Daraufhin können wir konkretere Möglichkeiten weiter diskutieren. Die jeweiligen Möglichkeiten sind stark lizenzabhängig (siehe Frau Weigell).

  • Hallo Stephan,


    unser Lizenzmodell ist derzeit "Named Hosts" und wenn ich richtig informiert bin so läßt sich damit die beschriebene Anforderung nicht umsetzen. Vielleicht besteht aber die Möglichkeit, die Arbeitsgruppenräume in dieser Richtung etwas anzupassen. Für ein vorab geschätztes Volumen von ab September zunächst 1 bis 2 Lehrkräften und 2 bis 5 Schulklassen scheint mir das Lizenzmodell "Concurrent User", nicht zuletzt auch aus Kostengründen, weniger geeignet.


    Richard

  • Hallo nochmal,



    zu : "Anforderung 2 /
    Schüler können auch außerhalb des wöchentlichen Meetings mit freier
    Gruppen - und Zeiteinteilung zusammenarbeiten
    "


    es stimmt, dass das Modell Concurrent User insgesammt teurer ist, man hat dafür eben auch felxiblere Nutzungsmöglichkeiten. Ich weiß nicht wie viele Schüler das Angebot wirklich nutzen würden. Vielleicht ist es möglich ein Kontingent von Named Hosts für Schüler zu erwerben, die sich als "Tutoren" melden und auch wirklich mit Connect in Arbeitsgruppen arbeiten möchten. Wenn ein Schüler seinen Tutor-Status wieder abgibt - also nicht mehr für die Arbeitsgruppen verantwortlich ist/sein will, verliert der Schüler den Eintrag als Veranstalter und die Lizenz des Named Host wäre dann für einen anderen Schüler wieder frei.
    Ich bin mir nicht sicher, ob das Lizenztechnisch lupenrein ist... Was denkst du, Stephan? Das bedeutet auch einen größeren administrativen Aufwand. Einfacher ist es sicherlich mit dem Concurrent-User modell.
    Schönen Gruß
    Eva

  • Hallo,


    nachdem jetzt zunächst einmal seitens der Schule in die Named Hosts - Variante investiert wurde und wir erst einmal schwerpunktmäßig ganze Klassen in einem Webmeeting an das Tool heranführen möchten erachte ich einen Wechsel zum jetzigen Zeitpunkt nicht als wirklich sinnvoll. Vor kurzem wurde in einem anderen Rahmen die Möglichkeit diskutiert, einem Schüler aus einer Klasse eine Möglichkeit zur Veranstaltung eines Webmmetings ohne die Lehrkraft einzurichten. Die Schüler würden dann den Zeitpunkt für die zugänzende Online - Zusammenarbeit selbst bestimmen. Das Meeting müsste natürlich in diesem Fall entsprechend vorbereitet werden. Aus meiner Sicht wäre das durchaus im Sinne der Schüler - wenn auch nicht jeder die Veranstaltung eröffnen kann. An den Meetingveranstalter stellt diese Lösung allerdings deutlich höhere Anforderungen.


    Neben der organisatorischen Umsetzung wäre es dann noch wichtig, dass der jeweilige Schüler auch wirklich nur registrierte User zulassen kann. Den Schüler (bzw. dessen Account) würde ich der Gruppe "Meetingveranstalter" zuordnen und dann wäre es interessant, wie weit ich als Administrator sicherstellen kann, dass das von mir eingerichtete Meeting auch "sicher" mit den Voreinstellungen durchgeführt wird.


    Vielleicht könnte man auch einen Veranstalter einrichten, den innerhalb einer Klasse alle Schüler aus einem zu definierenden Kreis "aktivieren" können, d.h. der erste Schüler meldet sich mit den Zugangsdaten an und die anderen Schüler arbeiten, wie sonst auch, als Teilnehmer mit. Allerdings stellt sich dann hier aus meiner Sicht die Frage, inwieweit das lizenzrechtlich abgedeckt ist.


    Grüße ;)


    Richard

  • Hallo Richard,


    es verstößt gegen die Lizenzen einen generischen Login für mehrere zu haben. Es spricht aber nichts dagegen bestimmten "Tutoren" (ich nenne das mal so) einen Named Host-Zugang zu gewähren. Die müssen ja auch ggf. geschult werden und bekommen ein gewisses Maß an Vertrauen entgegen gebracht. Diese "Tutoren" können Meetings aufsetzen und abhalten. Alle anderen Teilnehmer sind eben nur Teilnehmer, können aber auch den Status von Moderatoren bekommen, so dass sie ebenfalls das Whiteboard nutzen könne, Inhalte teilen, das Mikrofon öffnen etc.


    Soweit ich weiß kann man nicht verhindern, dass die Schüler nur Meetings erstellen, in denen auch "Gäste" zugelassen sind. Das muss eben eine Auflage sein, dass sie nur Meetings erstellen, in denen nur registrierte Nutzer zugelassen sind. Ansonsten ist das ein Vertrauensbruch und der jeweilige Schüler bekommt seinen Veranstalter-Zugang entzogen.


    Weiter viel Erfolg
    Eva